Archäologisches Erbe von Kostrena

Die prähistorischen Festungen von Solin und Sopalj

Am östlichen Rand der Gemeinde Kostrena, auf dem dominanten steinernen Berg Sopalj, von welchem sich eine Panoramaaussicht auf die Bucht von Bakar und die Kvarnerinseln bietet, befindet sich eine ausgedehnte, durch zwei Dammkoppelgürtel abgegrenzte prähistorische Siedlung, das Fort Sopalj. Sopalj wurde während der Bronzezeit im zweiten Jahrtausend vor Christus gegründet, und als Wächter-Aufsichtsposten des Zugangs zur Bucht von Bakar war es fast bis zu unserer Ära in Funktion.

Auf den höchsten Anhöhen oberhalb der Ansiedlung der Gemeinde Kostrena liegen die prähistorischen Forts Solin und Sopalj. Die Erhebung Solin mit den Überresten des archäologischen Standorts befindet sich am nordwestlichen Rand von Kostrena, oberhalb der tiefen Bucht Martinšćica und des Tals Sušačka draga. Die ausgezeichnete Position von welcher sich eine Panoramaaussicht auf die östlichen Teile der Stadt Rijeka eröffnet, war bereits Ende der jüngeren Steinzeit besetzt, mit dauerhafter Ansiedlung während der Kupferzeit (während des vierten und dritten Jahrtausends vor Christus). Der Standort wurde in der Hälfte des zweiten Jahrtausends vor Christus auf der zugänglichen Seite des Hügels durch eine halbkreisförmige Dammkoppel, erbaut aus gebrochenen Steinblöcken anhand der Technik der Trockenmauern, geschützt. Die Position des Forts wurde im letzten Jahrtausend der alten Ära verlassen. 

Die dritte Siedlung, unterhalb von Urinj, sowie auch der küstengelegene Aufsichtsposten auf Sršćica verschwanden durch den Bau der Industrieanlagen.

Durch den Zerfall des Römischen Kaiserreichs war die örtliche romanische Einwohnerschaft eben aufgrund der Zugänglichkeit über das Meer und die römischen Verkehrswege bedroht. Daher bauten Ende des 4. Jahrhunderts nach Christus, zur Zeit des Angriffs des Volks der Westgoten, die damaligen Bewohner von Kostrena am Ort der Ruinenüberreste des prähistorischen Forts auf dem Hügel Solin eine neue Festung. Laut bisheriger Erkenntnisse wurde die Zufluchtsstätte auf Solin etwa um das Jahr 600. seitens des ersten Schwalls der awarisch-slawenischen Eroberer unserer Küstenregion erobert und niedergebrannt. Die zugezogenen Slawen hielten Solin einige Zeit, wahrscheinlich bis zum Jahr 800, bis die Gruppe der Awaren-Slawen im Angriff des fränkischen Heers zerstört wurde, und aus dem nordwestlichen Hinterland des Festlands die Kroatien auf unser Gebiet kommen, welche sich hier dauerhaft ansiedeln. 

Sopalj Garten

In den niedrigeren Teilen von Kostrena befinden sich noch zwei kleiner Aufsichtspunkte - Kula und Glavica. Auf Glavica befinden sich Spuren einer kleineren prähistorischen Siedlung. Während der römischen Zeit bestanden in Kostrena drei kleinere ländliche Siedlungen, von welchen die antiken Siedlungen in Šodići und in Sveta Lucija entlang der Trasse der römischen Landstrasse lagen.